Arbeitsrecht und Corona

Aus arbeitsrechtlicher Sicht hat sich durch die Corona-Krise erst einmal nichts geändert. Sind Mitarbeiter arbeitsunfähig erkrankt, d. h., liegt eine ärztliche Krankschreibung vor, so muss der Arbeitgeber sechs Wochen lang Entgeltfortzahlung leisten. Muss der Mitarbeiter in Quarantäne, so bekommt der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlungskosten für die Dauer der Quarantäne vom Staat ersetzt. Liegt keine ärztliche Krankschreibung vor, so muss der Mitarbeiter grundsätzlich zur Arbeit erscheinen. Ein Anspruch auf Arbeit von zu Hause aus (Home-Office) besteht nicht. Der Arbeitnehmer darf auch nicht wegen einer allgemeinen Angst vor Ansteckung zu Hause bleiben. Nur wenn ihm die Erbringung der Arbeitsleistung nicht mehr zumutbar ist, darf er die Arbeit verweigern. Dies ist wohl anzunehmen, wenn er wegen der zurzeit geschlossenen Kitas und Schulen seine Kinder betreuen muss. Auch wenn der Arbeitgeber seinen Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen schließen muss, bleibt der Vergütungsanspruch des Arbeitnehmers bestehen. In diesen Fällen ist dem Arbeitgeber unbedingt die Beantragung von Kurzarbeitergeld zu empfehlen.

Bleiben Sie gesund!